Neues aus dem Pitztal Teil 2

Endlich hat es geschneit – und ein paar aus dem Trainer C Lehrgang waren mit mir am Wochenende beim trainieren. Von der Piste gibt es leider nicht viel neues. Obwohl, es hat ja geschneit, damit waren die Pistenverhältnisse super duper kalifragelistisch expialigetisch fein. Oh, und ehe ich es  vergesse, ich habe zwei neue Locations für Euch!

Pension Anna – bei Familie Eiter zu Gast.
Himmelherrgott, da hat man schon so freundliche Pensionswirte und ich Depp versau denen auch noch schier den Theaterabend. Was war passiert? Eine Kollegin aus dem Skiclub ist noch spontan mit, und ich dachte mir, das Angebot mit dem Gästebett kann ich ja noch Abends regeln. Weia, weia! Familie Eiter war so nett, unbürokratisch und schnell zu helfen.
Fazit? Die Pension in Planegross ist günstig, sauber, sensationell nah am Gletscher und nur eine Ortschaft unterhalb des Hexenkessls. Familie Eiter ist schwer freundlich, das Frühstück ist super und gemütlich ist es auch noch. Bei diesen netten Menschen könnt ihr bedenkenlos nächtigen! Die Sauna im Haus haben wir aus Zeitgründen nicht mehr getestet.

Futtern?
Wer noch was feines Essen ist will, kann direkt gegenüber im Restaurant Berkwerk lecker spachteln gehen. Riesen Portionen in einer sehr lustig eingerichteten Location erwarten euch. Gut bürgerliche Küche, nette Bedienungen – ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall. Eine Fressnarkose ist mit dem Stollenteller definitiv zu erreichen.

Nachgedanken: Warum kaufen in der Mittagspause so viele Menschen zuerst das Essen und schauen sich dann erst nach einem Sitzplatz um? Ich danke Euch hiermit! Die panischen Augen, die fast schon greifbare Angst, dass das Essen kalt wird, die unsicheren Tapser mit vollbeladenen Tablet und den schweren Skistiefeln – diese Slapstickeinlagen sind wirklich unbezahlbar.

Kommentar

Wir müssen alle sterben!
Ein Kommentar von Frede Ferber

Ich finde es total klasse, dass Donald Trump gewonnen hat.
Atme weiter junger Padawan!
Demokratie bedeutet, dass Menschen wählen können. Mit diesen Hilfsmittel gestaltet ein Volk die eigene, politische Richtung. Das haben die Amerikaner gestern und heute gemacht. Ich persönlich finde Donald Trump scheiße, aber wenn ich mich als Demokraten bezeichnen möchte, muss ich doch als allererstes das Ergebnis oder wenigstens die Spielregeln akzeptieren.
Was wird sich nun ändern?
Nichts:-)
Das, was der da „Oben“ im Großen betreibt, ist doch hier bei uns „Unten“ schon lange Alltag.
Die postende Mehrheit wird ihren Klickaktivismus weiterhin emotional betreiben, sich über die da „Oben“ und wir da „Unten“ aufregen – um später auf dem Rückweg im fahrgemeinschaftsfreien Auto noch kurz bei Aldi oder Lidl ein paar Liter bauernunfreundliche Milch zu kaufen.
Auf Facebook zeigt man Flagge und reißt die Klappe auf, im realen Leben bleibt die Masse stumm.
Ein paar Gedanken.
Wenn ich mich über soziale Ungerechtigkeit aufrege, sollte ich mich nicht als erstes sozial verhalten?
Gehen wir mal davon aus, das politische oder soziale Äußerungen in den Netzwerken etwas bewirken würden. Was für Auswirkungen hätte das auf den Straßenverkehr, das Ehrenamt, die Altenpflege, die Nachbarschaft oder auf die Schule?
Was würde wohl passieren, wenn mal eine Woche niemand mehr bei KiK, H&M oder etwas aus der Produktpalette von Nestle einkauft?
Nun, die Zeit von „Wir gehen auf die Straße“ sind schon lange vorbei, ist ja auch zu anstrengend. Dummerweise ist es den meisten auch zu blöd, etwas am eigenen Verhalten zu ändern.
Du regst dich über Konzerne auf die keine Steuern zahlen, suchst aber über Google. Du nutzt Whatsapp mit deinem Iphone, fährst Audi und freust dich schwabentypisch über das Schnäppchen bei Amazon und kaufst die Fahrradersatzteile bei bike24.
Und das bei einem unendlichen Alternativangebot?

Was wird sich also ändern?
Nichts.
Was ich daran änder?
Auch nichts.
Warum?
Weil ich genau wie jeder andere nur nach mir selber schau.
Traurig, aber wenigstens wahr.

Ein kleines Selbstbetrugsargument bleibt am Ende noch.
Wenn ich mir Gedanken über mich selber mache, mich und meinen Konsum hinterfrage, mein politisches Engagement und meinen künstlerischen Auftrag betrachte, und nicht alles auf die da „Oben“ schiebe – ja in diesen Moment übernehme ich das erste Mal Verantwortung.
Dummerweise fehlt dann immer noch der aktive Teil.

Vielleicht wird ja dann, aus einem Klick, aus einem virtuellen Teilen, irgendwann ein echtes Gespräch und eine echte, nicht virtuelle Aktion.

Dann, ja dann würden endlich Einhörner durch die Einkaufspassagen schlendern.

Was hat Putin mit dem Pitztal zu tun?

Die Vorsaison hat endlich begonnen. Mit tausend anderen Wahnsinnigen tummeln sich die Schneegeilen seit Anfang Oktober im Pitztal (AUT) http://www.pitztaler-gletscher.at zum gemütlichen einrutschen auf bestens präparierten Pisten. Da unsere Haus- und Hofwirtin selbst unterwegs war, sind wir über das Halloweenwochenende für vier Tage in der sehr zum empfehlenden Pension Bergheim www.bergheim-pitztal.at in Tieflehn untergekommen. In einem günstigen Zimmer ohne Fernseher, dafür aber mit schnellen Internet. Und da der Schreiberling ein Labtop dabei hatte, konnten wir abends über Netflix noch ein paar Folgen Dr.House anschauen.

Ein feines Frühstücksbuffet und das zum sensationell günstigen Preis von 30 Euro pro Nase, was will man mehr?  Haus Bergheim wird vom jungen und sympathischen Pächterpaar Neururer in der zweiten Generation und Muttis Hilfe seit 3 Jahren geführt.

Unbezahlbarer Vorteil?

Die Bushaltestelle ist direkt vor der Haustüre und schräg gegenüber können sich die Partypeople im Hexenkessl http://www.hexenkessl.at nach dem Pistenspass komplett fertig machen.

Gegenüber ist das Restaurant s`Pfandl http://www.pfandl-pitztal.at mit traditioneller Küche sehr zu empfehlen. Riesen Portionen, eine nette Bedienung in einer urigen Einrichtung und günstige Preise, da lacht das Schwabenherz. Wer Lust auf große und leckere Pizza hat, kann in 10 Minuten zu Fuss Richtung Rifflsee latschen. Im Hotel Vierjahreszeiten http://www.hotel-vier-jahreszeiten.at gibt es die Apres Ski Bar Siglu. Schade nur, dass die freundliche Bedienung mutterseelen alleine den ganzen Laden bespasen dürfte. Das nenne ich gnadenlos arbeitnehmerunfreundlich, die Pizza war aber super lecker! Die Leitung des Hotels kann froh sein, solch eine patente und viel zu gutmütige Dame im Team zu wissen.

Vier Tage Sonnenschein und schön harte Piste – Wenn Königskinder auf Reisen gehen – was will man mehr? Aber was zur Hölle hat Putin damit zu tun?

Nun denn, bevor ich jetzt mit Vorurteilen um mich schmeisse, hier eine schwäbische Weisheit.

„Wie der Herr, so`s Gscherr“ – Für Nichtschwaben: „Wie der Herr – so sein Knecht“

Wenn Russen in die Kabine steigen, dann hilft nur die eigene Körpermasse mit einzusetzen und die Jungs und Mädels einfach auf die Plätze zu schieben – meine Herren und meine Damen.

So ein ignorantes und egoistisches Verhalten sieht man selten, ausser beim norwegischen Nachwuchsteam. Die machen jetzt auf russisch. Die jungen Wilden wurden nach übelsten „Wir blockieren einfach den Eingang, dann haben wir die Kabine für uns alleine“ vom sensationellen Bahnbetreiber in bester Bademeistermanier bestraft. Nachdem sich das fast komplette Nationalteam schon morgens aufgeführt hatte, wurde die Bahn angehalten, alle einzeln raus zitiert, und für den Rest des Vormittags in die Ecke zum schämen gestellt.

Genial, die Meute hat es gefreut, doch die war zum Teil genauso schräg drauf.

Da wird man nachdenklich. Schon klar, die da oben, wir da unten. Nur, wenn schon bei wenig Betrieb eine ungemütliche Hektik ausbricht und sinnloses Geschubse ansteht, dann wird das mit Weltfrieden so schnell nichts mehr.

Pitztal Saisoneröffnung

Am Wochenende hatte das lange Warten endlich ein Ende. Ich war auf dem Pitztalgletscher und habe die Saison eröffnet. Die Pisten sind zum Teil mit Kunstschnee aufgefüllt, aber für die ersten Oktobertage war es super. Wie immer um diese Jahreszeit sind einige Nachwuchsteams und Nationalmannschaften auf dem Gletscher unterwegs. Dementsprechend hoch ist das Niveau und dementsprechend schnell geht es auf den Pisten zur Sache. Wer an einer unübersichtlichen Stelle ein Päuschen macht, spielt mit seinem Leben, wenn die 120 kg schwere Bergstemme gerade die Kanten ihres Skis testen will. Technische Neuerungen gibt es keine. Es ist alles beim alten geblieben in diesem Skigebiet. Wir waren wie immer in Jerzens bei Inge zu Gast. Eine sehr günstige und empfehlenswerte Pension. Wer in Jerzens essen gehen will, dem empfehlen wir in der Vorsaison das Pitzloch.

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